Schüler werden FLUCHT- Experten, indem sie die Perspektive wechseln.
Eine anstrengende und arbeitsintensive Woche liegt hinter den Jugendlichen des 11. Jahrgangs der Fridtjof-Nansen- Schule: Aus aktuellem Anlass wurde das Thema FLUCHT gewählt, so dass der Begriff bei jedem eine Assoziation weckte. Es galt, sich vielschichtig pro Gruppe mit der Aufgabe auseinanderzusetzen und als Abschluss ein Projekt samt Präsentation zu erarbeiten.
„Flucht kann viele Bereiche des sozialen Miteinanders betreffen. Einen Bezug zur Geschichte herzustellen oder in wirtschaftliche Zusammenhänge zu bringen, sollte eine Herausforderung für unsere Schüler sein, sich aus einer anderen Perspektive dem Fluchtbegriff zu stellen“, so die Lehrerin Frau Widderich.
Die jugendlichen Jungen und Mädchen setzten sich intensiv mit eigenen Schwerpunkten auseinander, die das Thema zwar fokussieren, jedoch anders, als die aktuelle politische Situation es uns tagtäglich zeigt. Die Projektarbeiten fielen dementsprechend sehr unterschiedlich aus.
„Es war interessant, das Thema mal anders zu denken und dazu zu arbeiten“, stellte Gena Lee rückblickend fest. Es entstanden Weltkarten, auf welchen geschichtliche Fluchten dargestellt wurden. Als plastische Säulendiagramme wurden offizielle Statistiken der Bevölkerung dargestellt, Inhalte von Meinungsumfragen wurden schauspielerisch in einem Film dargestellt.
Die Abschlussveranstaltung wurde von geladenen Gästen sehr gut besucht, so dass die Schülerinnen und Schüler ihre Schautafeln an ihren Präsentationsständen sowie die Info-Broschüren an den Mann oder die Frau bringen konnten. Das Publikum lauschte interessiert, während die Jugendlichen auf die gestellten Fragen geschickt und spannend Antworten geben konnten.
„Die Zusammenhänge des Themenbereiches wurden durch die intensive Aufbereitung über mehrere Tage viel deutlicher, als es im normalen Unterricht möglich wäre“, sagte Jannes. „Viele von uns haben an für sie unerwarteter Stelle etwas Neues gelernt und kennen gelernt“.