Küstenwächter der FNS sammeln Spenden und Unterschriften
Öffentlichkeitsarbeit an vier verschiedenen Standorten Flensburgs unter Anleitung des Vereins „Protect Nature“
Wie wichtig die Artenvielfalt an Schleswig-Holsteins Küsten und Flüssen ist und welchen Einfluss der Mensch auf diese hat, konnten die Schüler der Klasse 10 b hautnah erleben. Seit Mai verbrachte die Schulklasse ihre Unterrichtszeit am Ostseebadstrand, wo sie Pflanzen und Tiere der Ostsee, des Lachsbaches und des angrenzenden Waldes beobachteten, mit diesen experimentierten und ihre Ergebnisse in einem Forscherbuch festhielten.
„Ziel war es, Zusammenhänge der Natur zu vermitteln, die Wahrnehmung zu fördern und neues Wissen zu vermitteln, auch im Hinblick auf gefährdete Arten“, berichtet die Lehrerin Marita Hansen. So stellte der Verein „Protect Nature“  und die Gesellschaft zur Rettung der Delphine im Frühjahr das landesweite Umweltbildungsprojekt samt Materialien und Segeltörn zur Verfügung. „Es ist toll, die Begeisterung der Schüler zu beobachten, während sie die Natur selbst entdecken und ihre Daten festhalten“.  Erschreckend waren die Erkenntnisse zur Gefährdung verschiedener Pflanzen- und Tierarten.
„Wir möchten nicht nur reden sondern etwas tun“ sind sich die beiden Zehntklässlerinnen Swantje und Chantal einig. „Mit den Unterschriften und Spenden möchten wir uns gegen die Stell- und Schleppnetzfischerei stellen und für Schutzgebiete einsetzen, um vor allem das Überleben der vom Aussterben bedrohten Walart, dem Schweinswal, zu gewährleisten.“  Die Schüler haben
selbst gestaltete Flyer an Passanten ausgegeben und diese über Verbleibzeiten von Plastikmüll in der Umwelt informiert. Die mit dem Symboltier des Umweltprojektes, dem Schweinwal, bemalten Baumwollbeutel  wurden von den sehr interessierten Einkäufern lobend gegen eine Geldspende eingetauscht. 
Mit dieser mehrstündigen  Öffentlichkeitsarbeit am ersten Ferientag bestätigen die Jugendlichen, dass sie vom Inhalt des Projekts überzeugt und begeistert sind.  „Wir wünschen uns, dass die Botschaft ihre Kreise ziehen werden. Eine Prämierung der Aktion wäre eher zweitrangig, aber schön“, so Marita Hansen.