Neue Unterrichtsmöglichkeiten an der FNS:
Im Schulgarten erfahren gemischte Lerngruppen  mit Wertschätzung interaktiv neue Lernbereiche kennen.
Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 verbringt die Klasse 6a der FNS einen Teil ihres Unterrichts im Freien. Die Fächer POL (Projektorientiertes Lernen) und NAWI (Natur- wissenschaftlicher Unterricht) werden im Schulgarten fächerübergreifend unterrichtet. Die Kinder legen dort nach eigens angelegten Plänen einen Froschteich an, die ersten größeren Bodenarbeiten werden in der Vorhabenwoche von Experten angeleitet und von
den Teams durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler kommen unmittelbar mit Zusammenhängen der Natur und den möglichen Ergebnissen in Berührung und lernen, Dinge selbst zu erforschen und Fragestellungen zu erarbeiten. Sie probieren etwas aus und kommen gemeinsam zu passenden Lösungen. 
So legt die Klasse 8d einen Klostergarten an, in welchem Heil- und Krautpflanzen wachsen können, aber natürlich auch Zierpflanzen. Aus den Kräutern können dann Tees, Brotaufstriche oder Pesto hergestellt werden. Die Klasse 10a wird im Schulgarten ein Vorhaben zur Lebensgestaltung realisieren, so dass diese Beispiele einige Aspekte der projektorientierten Wissensvermittlung an unserer Schule verdeutlichen.  „Wie atmen die Kaulquappen überhaupt?“ und „Warum müssen grüne Pflanzen im Teich sein?“ sind nur einige Fragen, die sich Kinder stellen und die sie entsprechend beim Bau des Teiches bedenken müssen. „Es macht total viel Spaß, in der Erde zu buddeln, nur doof, dass die Zeit hier immer so schnell rum ist“ sagt Carlotta aus der 6a.
Das Konzept des „Lernens am anderen Ort“ geht auf, da sind sich alle Beteiligten einig. „Hier lässt sich beobachten, dass ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen besser im Gedächtnis bleibt. Über Entdecken, Erforschen, Ausprobieren sind die Inhalte einfacher und nachhaltiger zu vermitteln“, so die Lehrerin Frau Petersen-Bukop, Initiatorin des Schulgartens. Der Spaß an der Sache
ist den Kindern anzusehen. Dabei erhalten die Lerninhalte eine andere Qualität, die sich intensiver einprägt und nachhaltiger ist als bei einer theoretischen Vermittlung. Möglich ist die Nutzung des Schulgartens durch die Flensburger Zimmerei „Skandwood“, die ihr Gelände am Quakenweg 20 für schulische Wissensvermittlung zur Verfügung stellt.  In Zusammenarbeit mit dem Verein „Villekula e.V.“ steht den Lehrkräften auf dem Gelände die Diplompädagogin Tjorven Reisener als erfahrene Projektbegleiterin zur Seite. Der Förderverein der FNS unterstützt und ermöglicht diese Kooperation. Das Schulgartengelände liegt in der Nähe des Friedenshügels und ist eine grüne Oase mitten in der Stadt. Zur Zeit finden die Fahrten mit dem Stadtbus statt, es wird bereits an einer Transportalternative oder Sponsoringmöglichkeiten  gearbeitet. „Erlebtes Lernen ist die beste Methode der Wissensvermittlung und lässt sich durch das Schulgartenprojekt in den Alltag einbinden“ berichtet Frau Hofmann, Nawi-Lehrerin der Klasse 6a. „Zudem steigert das gemeinsame Gestalten und Wirken die Teamfähigkeit und die Sozialkompetenz, welche Grundvoraussetzungen für  zahlreiche Berufsbereiche sind“.